Unser Treffen am Dienstag, 8. Februar 2011

(Telegramm unseres Treffens am 8. Februar 2011) Wir haben eine anregende Diskussion.  Jo. will zunächst mal allgemein über Mensch und praktische Ökonomie plaudern. Dass wir tagtäglich eine Einkommens- und Vermögensfrage zu klären haben. Jü. oder Kl. meint, mit knappen Erträgen wirtschaften. An. nennt das Thema „sinnvoll planen“. Aber schnell, wie sich das für eine spontane und ungezwungene Diskussion gehört, meint Ul., dass man sich im Ökonomischen Café doch eher locker und ungezwungen über tagesaktuelle Fragen unterhalten solle. Was natürlich sofort die Mehrheit fand – und dann wurde richtig diskutiert. Ul. gibt mal zu überlegen auf, was sich in der chinesischen Geldpolitik tut, warum wird dort an den Zinsen gedreht – und dass man solche Themen auch mal schwerpunktmäßig vorbereiten könne. Jü. sagt, Ökonomie hat die Aufgabe, die Versorgung in einem angemessenen Gleichgewicht zu garantieren. Und gerade hier hapert es. Die Märkte sind aus dem Gleichgewicht geraten, und Finanzinnovationen etc. rauben den Menschen das Geld aus der Tasche. Auch die sog. High-Frequency-Märkte kommen zur Sprache: Computerhandel nicht mehr in Millisekunden, sondern in Microsekunden. Hier entscheidet nur noch der bessere Computer und der bessere mathematische Algorithmus (Jo). So bitte nicht. Die These von den gleichgewichtigen Märkten wird diskutiert, gerade vor dem Hintergrund, dass trotz des einleuchtenden Gleichgewichtsgedankens es gerade eine Marktlücke ist, die neue Angebote und Anbieter hervorlockt und dass Ungleichgewichte zum Markt gehören. Aber Jüs. These, dass der Gewinn angemessen sein möge, wird allgemein akzeptiert – genauso wie seine Feststellung, dass die Gewinne heute doch nach allgemeiner Auffassung überproportional hoch seien. Jo. spricht die fallenden PC-Preise an. Ul. hält den Markt für die letzte Instanz, Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Schnell kommt die Diskussion auf die Strom- und Ölpreise und die exorbitanten Schwankungen. Ul. kennt sich da aus. Die Spekulanten treiben an den Spotbörsen die Preise hoch – und der Rest des Marktes zieht dann mit. Alle Tankstellen hier in der Region kaufen in Gelsenkirchen, gleiche Kosten, gleiche Rohstoffpreise. Trotzdem: Preise an der Zapfsäule springen an den verschiedenen Tankstellen trotz gleicher Ausgangslage vollkommen durcheinander. Ja, ja, wer blickt da noch durch. Ul. verweist auf den kommenden Börsengang der Schweizer Rohstoff-Firma Glencore. Hochinteressant. Uw. meint hoch, dass man da kaum durchblicke. Kl. lenkt den Blick auf den Regelbedarf durch die Politik in solchen Fällen. In dem Zusammenhang kommt auch die Transaktionssteuer, die u.a. von Attac gefordert wird, auf den G20-Gipfeln thematisiert wurde, zur Sprache. Einige dafür, andere sagen, das geht dann in den Preis. Sa. hält es für wichtig, nicht die unterschiedlichen Risiken der Geschäfte außer Augen zu lassen. Da sind dann Gewinnspannen naturgemäß auch unterschiedlich hoch. Bis zum nächsten Mal….

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s