Wirtschaft im Wandel – Was kommt nach der Globalisierung ?

Das Referat „Wirtschaft im Wandel – Was kommt nach der Globalisierung ?“ am 15. März 2011, VHS-Ratingen, 19.00 Uhr. Ein Vortrag zu Fakten und System der Globalisierung. Der Vortrag in zusammengefaßter Kurzform, ohne Charts und Bilder – als kleiner geistiger Trip durch die Welt, die uns so nah und so fern ist.

Zunächst ist eine Vorbemerkung fällig. Zwei aktuelle Megaereignisse haben den Stil dieses Referates kurzfristig entscheidend verändert: (1) Der Aufruhr in den arabischen Ländern ab Dezember 2010 und (2) Der Atomunfall im japanischen AKW Fukushima. Auf diese Ereignisse wird im Referat an passender Stelle Bezug genommen. Vorbemerkung: Was erwartet Sie? Hier das Menü: zwei Geschichten über Globalisierungsfirmen;  drei Kurzportraits über interessante Firmen; drei  Branchen: PCs, Autos, Rohstoffe; drei ökonomische Theorien: Freihandel, Ertragsgesetz, Monopolbetrachtung; zwei diskussionsfähige Ansichten zum Thema Staat-Großfirma und abschließend eine Perspektive zu Welt von morgen.

Zunächst zum globalen Lebensgefühl. Geprägt wird es vordergündig in unserer täglichen Welt wie zum Beipiel durch folgende Wahrnehmungen (beliebter Ausdruck der Soziologen, nicht der Ökonomen!):  Die Weltspiele: Olympia, WM etc…, die Weltreisen, Rotes Kreuz als erste internationale Hilfsorganisation, Städepartnerschaften und andere weltumpannende Partnerschaften; Globale Freude und globale Sorgen als neues Zeichen der weltumspannenden Medien, globale Hilfsaktionen.Globale Aktivisten (Greenpeace etc…). Aber Achtung: Die Grenzen sind auch Symbol unserer Zeit. Ganz so einfach ist diese Betrachtung gar nicht. Und ihr liegt ein tiefer innerer Widerspruch in unserer Wahrnehmungswelt zugrunde. Hier zeigt sich übrigens die Grenze solcher Ausdrücke wie „Wahrnehmung“, „Lebensgefühl“. Sie sind nach allen Seiten offen. Aber weiter. Denn die Grenze als Symbol des Nationalstaates ist genauso kennzeichnend für die heutige Welt. Schauen wir auf Bilder wie die Borderline USA-Mexiko Tijuana oder die Grenzbefestigungen der spanischen Enklaven, die wie winzige Akkupunkturpunkte „in“ Marokko liegen (nicht  richtig „in“, da de jure spanisches Hoheitsgebiet), Und wir stoßen unmittelbar auf die Problematik der Verwendung des Begriffes „Globalisierung“.

Aber weiter zur „Guten Globalisierung„, der Idee der offenen Grenzen. Was sind hier die Stichworte? Die Idee des Freihandels, die Idee des freien Kapitalverkehrs, die Idee der freien Kommunikation, die Idee der freien Bewegung der Menschen – unter einem gemeinsamen Regelwerk – zum Schutz des Eigentums – und Freiheit von staatlichen Eingriffen. Besonders die Idee der offenen Grenzen ist verbunden mit Thesen wie diesen: Spezialisierung auf das was man kann, Win-Win-Situation, d.h. alle Beteiligten profitieren, Wohlstandsvermehrung, Effizienzsteigerung.

Absolut historisch, vielfach vergessen, aber im Hintergrund überall präsent: Komparative Kostenvorteile. Grundmodell: England ist effizient in der Tuchherstellung, Portugal beim Wein, beide Länder könnten beides herstellen. Die Theorie verlangt: England spezialisiert sich eben auf Tuch, Portugal auf Wein. Win-Win heißt hier Wohlstandplus für Land A (England) und Land B (Portugal), also für für beide Länder, die in der Endkonsequenz mehr Tuch und mehr Wein nach Austausch produzieren und darüber verfügen können. Als Parade-Beispiel gerne gepriesen die überaus erfolgreiche Globalisierung: Singapur, im Bild das Marina Bay Sands in Singapur, der Hotel-Pool, der über drei Wolkenkratzern gleichzeitig schwebt!

Die Gute Globalisierung: Etappen nach 1944. Hier einige Zeitdaten: 1944: Gründungs-Charta der Vereinten, Nationen von 51 Ländern – 1945: Internationaler Währungsfonds, (IWF) und die Weltbank (IBRD) – 1948: Japan öffnet sich – 1949: Tokyo – Nikkei 225 startet bei 100 – 1953: VW beginnt Käfer-Montage in Brasilien – 1957: EU-Beginn der Integration auf regionaler Ebene – Funny Globe: 1968 Käfer/Beetle/Herbie USA – Gute Globalisierung: Etappe China-USA – 1972-02-28 Nixon in China – Gute Globalisierung: Paradox der Ölkrise – 1973 Ölkrise führt zuerst zu einem Konjunktureinbruch. Aber läßt eine Petro-Dollar-Welle entstehen. Es rollt später eine globale Investitions- und Inflationswelle an.

Weiter geht Die Gute Globalisierung, die nun die Welt auf ihre Art auch teilen wird: Asien um 1984/1985. 1980: Sog. Tigerstaaten Malaysia, Thailand, Singapur, Philippinen, 1984: Volkswagen in China, Santana hieß der Wagen. Und die Gute Globalisierung führt zu: Teilung der Produktions­programme und unternehmerischen Sichten. VW wird in China bis 2010 drei Millionen Wagen der Marke Santana bauen, die in Deutschland niemand kennt. Das Bild der Konsumenten von VW in China und Deutschland teilt sich. Die Konzerne arbeiten mit geteilten Botschaften nach dem Motto „Think global – act local“-

Gute“ Globalisierung: China wird das Rennen gewinnen. 1985: Terry Gou (gesprochen Gwo, den wir später wieder antreffen), zieht nach Longhua in Shenzen. Gründet Foxconn China. Die ehemaligen Tiger-Staaten werden zurückfallen. Später öffnet sich auch Vietnam. Und wir setzen das Wort „Gut“ in „Gute Globalisierung“ erstmals in Anführungsstriche.

Weiter „Gute“ Globalisierung: Die Welt vereint sich. Die folgenden Daten sind nur eine Auswahl. 1990: Zusammenbruch Ostblock, 1991: Der Shanghai-Index startet bei 100, 1994: Windows 95, 1996: Foxconn-Terry Gou baut massiv Werk in Longhua aus. China ist in aller Munde. 2000: Globale digitale Vernetzung in vollem Gang,  2001: GPS Global Positioning System, 2002: Google, 2004: Dubai will sich als Finanzzentrum etablieren. 2005: Schnellere Datenübetragungen für jedermann. 2006: Google Earth. 2007: Facebook. 2008: Die Internationalisierung der Finanzwelt erreicht ihren Höhepunkt.

Der Einbruch: Die arabische Protestwelle.  Bild der Bomben auf Ras Ranuf. Bild : Der Einbruch: hier im Yemen. Yemen-Proteste und die spektakuläre Selbstverbrennung? von Mohamed Bouazizi  in Tunesien 17.12.2010, die der offizielle Auslöser gewesen sein soll: Am 17.Dezember 2011 unter nicht geklärten Umständen.

Nun kommen spontane Fragen an diese Welt der Globalisierung: Was waren die Auslöser für diese weltweiten Unruhen? Simple „Food Riots“? Steigende Preise für Nahrungsmittel? Politische Frage? Diktaturen? Scheichtümer? Frage der Freiheit? Autokratische Herrschaften? Demographie-Problem? Fehlende Gleichberechtigung?  Islam? Der Westen? Neoliberalismus? Fehlende Aufklärung? Das Erdöl selbst? Und welche Art von grundlegenden Problemen der Globalisierung zeigen sich in diesen neuen Phänomenen: Regionales oder globales Problem? Oder ist Wachstum gleich Konflikt? Stabilität gleich Instabilität? Ist die Welt nur im Konflikt möglich? Marxismus? Anti-Neoliberalismus? Kolonialismus-Folgen? Hobbes versus Locke und Hume (um es mal philosophisch zu sehen, der „Mensch dem Menschen ein Feind“ oder „Der Mensch ist von Natur aus kooperativ veranlagt“). Was gilt? Global Village oder Kampf der Kulturen? Was wollen wir überhaupt erklären?

Hier stellen wir heute einen enormen geistigen und medialen Konsum der Widersprüche fest: Hier Global Village-Botschaft  von dem arabischen Sender Al-jazeera, Sendeplatz für Osama Bin Laden. Im Vortrag Screenshot  „Al Jazeera-am 25. Februar 2011“ mit seiner Sendung „Global Village“, die sich auch mit aktuellen Verfassungskonflikten in einzelnen US-amerikanischen Bundesstaaten beschäftigt (ein arabischer Sender!).

Der geistige Konsum der Widersprüche zeigt sich auch auf dem überbordenden Markt der Bestseller, sozusagen literaturmäßig: Da „Kampf der Kulturen“ von S. Huntington – exakt das Gegenteil der frohen Botschaft der „Globalisierung“, aber auch das Gegenteil der Anti-Globalisierungsgegnerschaft, da hier ein kulturelles Phänomen im Vordergrund steht. Hier stößt man auf ein soziales-kulturelles Grundproblem:

Hier schweifen wir etwas ab: Die moderne Asymmetrie: Mensch-Information. Screenshot Ballisto-Reklame + Erdbeben. Zynisch: Ballisto ist ein Geschmackserdbeben. Ratiopharm: Bei jedem Beben keine Kopfschmerzen mehr. Katastrophe und Reklame. Exkurs: Globalität und Risiko. Ein Dilemma in jeder Beziehung. Wir erleben eine „Gestörte Reflektion über fundamentale Themen, über die wir eigentlich ohne Reklameaufruf nachdenken sollten. Ein weiterer Exkurs: Tam-Tam in der Globalität. Beliebt an der Börse „Weniger als erwartet, Erwartungen übertroffen“. Aber das sind genau die Antreiber von Politik und Wirtschaft. Unser Verständnis unserer Welt pendelt zwischen Druck und Veränderungen in ökonomischer und sozialer Realität,  Reaktionen von Markt und Ökonomie,  Reaktionen von Politik und staatlichem Handeln und schließlich den Worten von der Kanzel der Ideologien und Welterklärungen. Hier öffnet die Globalisierung eine riesige Schere zwischen “ Sozialer Realität“ und Markt. Für unsere weiteren Betrachtungen wichtig :Märkte passen sich relativ schnell einer Veränderung des politischen Klimas an. Zwei Marktphänomene: A. Preise ändern sich, steigen spekulativ, und fallen wieder, wenn andere Informationen hinzukommen oder erneut andere Meinungen sich bilden. B. Bezugsquellen wie hier bei Öl ändern sich. Das sieht man den Ölpreisen, die auf alles und jedes reagieren. Oder wie in Texas. Ölquellen werden erschlossen und Personal händeringend heute gesucht. Auch die Verbraucher reagieren, hier Beispiel Öl:  A. Fahren weniger oder langsamer. B. Kaufen kleinere Autos. C. Kaufen kleinere, sparsamere Autos. D. Kaufen weniger Autos…. E. Und viele weitere Marktreaktionen. Aber reicht das?

Die Globalisierung und alles was nach ihr kommt lenkt unseren Blick auf die Asymmetrien im Grundverhalten zivilisatorischer Aggregate: A. Der Markt ist ein Sanktionsmechanismus. Firmen müssen sofort reagieren –  Sich immer neu erfinden. Haben als Ventil das Ausland: Export, Investition…  Sonst „Strafe“ durch die Bilanz. B. Die Politik reagiert anders, langsamer. Hat andere Aufgaben gewiß. Und bleibt national beschränkt.

Globale Asymmetrien der Akteure:  Der Staat ist national, die Wirtschaft ist international. Eine Schere, die sich immer weiter öffnet. Und dem Nationalstaat in der Globalisierung langfristig den Boden unter den Füßen wegzieht. Globalisierung und was nach ihr kommt, betrachte man besser als eine Form von abgestufter Fluchtmöglichkeit über die nationalen Grenzen: Verbraucher reisen, kaufen im Ausland, Wirtschaft floriert im Ausland, Staat regelt die Verkehrsschilder im Inland und Finanzwirtschaft wartet nur, um die ersten Filialen auf dem Mond zu gründen. Oder anders herum: Die offene Grenze für die ökonomischen Gesellschaften. Nicht für die „sozialen“ Gesellschaften. Daraus leitet sich zwingend ab: Großfirmen werden so mächtig wie Staaten. Stichworte: Banken sind systemrelevant. GM ist „too big to fail“.  Nur Staaten wie USA, China ebenbürtig. Staatenbünde wie EU noch zu schwach. Das Handikap der nationalen Ordnungen. Als Nachfolger der imperialen Ordnung.  Anders China: Reich existiert heute noch. Auch ein simpler Blick auf eine Weltkarte  zeigt es. Wo befinden sich denn die großen, farblich geschlossenen Flächen?  Karten sind Geschichte und Zukunft.

Konzerne & Mitarbeiter 2010, Realwirtschaft: McDonald: 385.000, wollen auf 700.000 expandieren; VW: 370.000; Toyota: 320.000; General Electric: 304.000; Bank of America: 284.000; Coca-Cola:  92.000; Wal-Mart: 2.100.000; Foxconn (der allmächtige Elektronikhersteller: 900.000). Und nicht zu vergessen: Ökonomisch relevant sind auch die indirekt abhängigen Arbeitsplätze. Oder die Bilanzsumme in der Finanzwirtschaft: Goldman Sachs:  911.332.000.000 USD, das entspricht der Hälfte aller ausstehenden deutschen Staatsschuldtitel. Mehr als ein halbes Jahrhundert staatlicher Netto-Emissionstätigkeit eines führenden Industrielandes.

Nun der Blick auf die Globale Maschine: Arbeitsteilung zwischen China als riesigem Produktionspol. Japan, Deutschland hintenan – und USA als Leitstand der weltweiten Realwirtschaft. Digitale Netze, Monopole wie Google, Facebook, Microsoft, Apple. Produzent von Lebensstilen wie McDo, Attitüden durch Hollywood-Serien…. kommen von dort. Saudi-Arabien, Australien, Chile (Kupfer), Rußland, u.a. die „Böden“ der heutigen und zukünftigen Entwicklung, liefern Energie und Rohstoffe.

Ein Blick auf die Globale Maschine und die Sonderrolle USA: Treiber Technologie-/digital-Revolution – Setzen Standards und Monopole durch ständig schnellere Technik – C. Intel, Microsoft, Google, Apple, IBM, Wiki. Arbeiten mit riesigen Gewinnmargen: Gewinnmargen: Apple I-Pad 25 %, Intel-Chips 65 %, Oracle-Datenbanken 70 %, Arms-Chips für Smartphones (UK schießt allerdings den Vogel ab) sage und schreibe 95 % Umsatzrendite.

Globale Maschine: US-Universitäten und ihre Sonderrolle. Sieben der zehn führenden Technologie-Universitäten der Welt befinden sich in den USA. US-Firmen entwickeln globale Standards: Nur ein Beispiel. Thunderbolt: 2-DVD’s in 1 Sekunde schnell. Und das Ganze ist dann offen für private Anwender, PC-Hifi etc. und geschieht in einer ganz neuen globalen Produktionszusammenarbeit – anders als in unserem alte historischen Beispiel

Globalisierungs-Symbiose: Apple/Foxconn: Niemand kennt Terry Gou von Foxconn. Terry Gou (gespr. „gwo“): 450.000 bis 900.000 Beschäftigte. Aber alle kennen heute das: I-Pad. Das neue I-pad 2 von Apple löst eine regelrechte globale Hysterie aus. Und daher zur neuen Globalität: Begriffe sind komplex. It’s an Apple- It’s a Foxconn. It’s an idea – It’s electronics. It’s software, apps.- It’s hardware. Was gilt nun?

Und nun zur Symbiose von monotoner Fabrikwelt bei Foxcann und farbenfroher Lifestyle-Welt bei Apple. Um das in seiner Tragweite zu ermessen schauen wir uns in einprägsamen Bildern die Schlafwelt von Foxconn in China an, wo die Menschen in riesigen Beton-Waben ihr Leben verbringen, Wolkenkratzer werden riesige Schlaftrakte, wo auf kleinstem Raum in der Globalisierung ein neuer Schlaf statfindet: schichtenweiser Schlaf und schichtenweises Wachsein und Arbeiten ganzer Städte aller am gleichen Ort sich treffend zum simultanen Schlafen oder zum simultanen Arbeiten. Und in der geistig wie geographisch so weit entfernten Zielwelt von Apple/Foxconn: Moderne Konsumenten mustern I-pad 2 von Apple in den Lifestyle versprühenden Showräumen. Ergebnis der Symbiose wird ein Marktanteil von 80 % sein. Produkt besser als vorher, besser/billiger als Konkurrenz, 8,8 mm dünn! Moderner als je zuwor: I-Pad 2 mit Smart-Cover, gab es vorher nicht. Das Monopol, ehemals Teufelswerk hat eine neue Qualität und Dimension: Ökonomisch fortschrittlich, technologisch interessante Digitalmonopole. D.h. Apple/Foxconn mit Monopol-Marktanteil. Bleiben aber bisher innovativ. Da immer einer auf den Fersen. Anders als klassische Vorstellung: Monopole teuer und träge. Digitale Namen wie Oracle, SAP, IBM, Microsoft, Google, Facebook, Intel oder  ARMS haben riesige Marktanteile und Renditen, aber ständig in Bewegung.

Globalisierung das heißt auch ökonomisch oligopolisierte Rohstoffwelt.  Ein führender Kupfer-Tagebau der Welt: Chuquicamata (Bild). Die ökonomisch monopolisierte Rohstoffwelt bringt es ans Licht in riesigen Löchern und gewaltigen Tiefen: Tiefe Wahrheiten über weltweiten Konsum unserer Bodenschätze. In Chile: 5 x 3 km großes Loch, 1 km tief, 8 Meter breite LKWs, 2-3 Liter Verbrauch Diesel  aber je Minute!  30.000 Dollar ein Reifen, 1 Jahr hält ein Reifen. Und da der größte Kohletagebau der Welt: Cerrejon in Kolumbien, hier beteiligen sich einfach alle Monopole, anstatt sich Konkurrenz zu machen.

Und woher kommt dieses Wachstum. Hier ein Beispiel: Ehepaar Caiguan zieht in seine neue Wohnung ein. Eine Kupfer-Story. „Bauer Yang Caiguan bezieht mit seiner Frau das neue Appartment in Daojiang in der Provinz Hunan. Um ihn herum die (uns auch bekannten) Annehmlichkeiten des modernen Lebens: Flachbildschirm-TV, Klimageräte, Waschmaschine, Gasherd etc. Jetzt hat er alleine für diese Geräte mindestens 41 Kilogramm Kupfer verbraucht – das zehnfache des jährlichen Durchschnitts­verbrauchs in China. In den nächsten 25 Jahren würde der Verbrauch in China sich auf ca. 20 Millionen Tonnen  verdreifachen. Heute werden ca. 19 Millionen Tonnen weltweit produziert.“

Ehepaar Schmidt kauft ein Auto. Cu-Story 2 (Cu für chemisch Kupfer). „Das Ehepaar Schmidt kauft ein Auto. Sie wollen sich endlich was leisten. Es soll auch ihr letztes Auto sein. So kaufen sie ein großes SUV mit wirklich allem an Zubehör, was in der Preisliste ihnen bezahlbar erschien: Sitzmassage, Automatik, 4-Matic, Allrad-Antrieb, elektrisch verstellbare Kopfstützen, elektrisches Heckrollo etc. So haben sie sich ungefähr 40 Kilogramm Kupfer in ihren Wagen einbauen lassen. Bauer Yang Caiguan hat das noch vor sich.“

Das Klassische Ertragsgesetz erscheint. Mit zunehmendem Einsatz des Faktor Bodens wird es immer schwerer eine zusätzliche Produkteinheit zu fördern. Der Tagebau zeigt: Aufwand immer höher. Das Ertragsgesetz gilt auch in der Tiefe. Beispiel der Goldminen in Südafrika: East-Rand-Mine in Boksburg: 3585 m Tiefe. TauTona in Carletonville: 3581 Meter tief. Pläne gehen dort bis 3.900 Meter Tiefe. Das Gestein wird nun 60 Grad Celsius heiß. Es wird schon heute in diesen Tiefen mit Schnee gekühlt, der mit der Technologie von Meeres-Entsalzungsanlagen für Saudi-Arabien oder Israel produziert wird.

Größe und ihr Vorteil zeigt sich in den Umfängen eines Quadrates, was z.B. die Umzäunung eines Feldes sein könnte. Ein kleines Feld mit einer Seitenlänge 1 hat einen Umfang 4, die Mauer müßte 4 Einheiten lang sein. Ein viermal so großes Feld hat nur eine Seitenlänge 2 und einen Umfang 8, das Feld ist viermal so groß, die Mauer muß aber nur doppelt so lang sein.

Noch einmal die Rohstoffwelt: Monopole, Oligopole: Beispiel: Die bisher erwähnten Minen. In Chile kontrolliert z.B. das Staatsmonopol Codelco die Kupferproduktion des Landes. Cerrejon, der weltgrößte Kohletagebergbau in Kolumbien, gehört gemeinsam den Giganten BHP Billiton, Anglo American und Xstrata.

Dramatisch der Widerspruch in Zukunft: Staat in Grenzen / Wirtschaft ohne Grenzen. Mit der Größe wächst die Überlegenheit des immer weiter wachsenden Wirtschaftskomplexes, ganz anders als Marx es gesehen hatte, ganz anders als viele andere, die sagten, die Wirtschaft würde letztlich dem Staat in die Hände fallen.

Ein psychologischer Game-Changer: Die japanische Katastrophe. Fukushima 2011-03-12. Die japanische Katastrophe stellt die Nuklearenergie in Japan an den Pranger. Die japanische Katastrophe drückt sich an der Börse aus. Der Kurs von Nikkei heute morgen; ein Minus von 1015 auf 8.605 Punkte. Was heißt japanische Katastrophe? Ein Blick auf die Karte der AKWs weltweit. Und die deutsche Stromerzeugung = Konsum! steigt auch im Ökoland Deutschland. Energiekonsum Westen: gestiegen ca. mal 500 in den letzten 200 Jahren. Und auch hier werden wir die Globalisierung erleben. Selbst wenn wir bremsen, werden andere weiter ihren Energiekonsum (Bild nach Regionen bis 2030) gewaltig steigern.

Schauen wir auf das Risiko in und der Geschichte. Katastrophen gab es vorher. Religiöse Fehlurteile: Pest (es waren Flöhe auf den Ratten, aber die Kirche sprach es als Strafe Gottes an), Waldrodung, Kriegstechnologie, Bison-Vernichtung in Nordamerika, Weltkriege als neue Schwelle, Ideologien des 20. Jahrhunderts, Ölpest, Tankerunglücke, Pseudo Wohlfahrts-Konsumwelten. Gibt es ein steigendes Risiko der Zivilisation?

Und nun zur Postglobal-Welt: Über „Haves and Have-nots“. Schauen wir uns zwei weitere Beispiele der neuen Weltaufteilung an, nachdem wir schon mit dem Duo Apple/Foxconn ein Beispiel für die Verteilungsmechanik der globalen Vernetzung erlebt hatten: Hier das Bild (im Vortrag selbst zu sehen) die 63rd Street North Chicago, wo man nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr vor die Tür treten kann, wo die Menschen Angst haben, wenn es nachts klingelt oder jemand an die Tür klopft, wo alles zerfällt und trotzige Aufschriften „Chicago lives“ die letzte Fahne hochhalten. Und dort China und dort der Volkskongress. Wir kennen das Bild, hier zum Beispiel: 2002: Volkskongress (NPC) in Peking. Wir denken uns nichts dabei oder vielleicht nur: Viele Funktionäre, Kommunisten, die Kapitalismus praktizieren. Ja, wir kommen der Wahrheit nahe. Nehmen wir den Volkskongress 2011, seine 4. Sitzung 2011 in Peking. Im Volkskongresses 2011 in Peking sitzen: 2987 Mitglieder; 70 ihrer reichsten vereinen gesamt 75 Milliarden USD d.s. 439,1 Milliarden Yuan; darunter Zong Qinghou von der Hangzhou Wahaha Group (Softdrinks), 12 Mrd USD Vermögen; darunter Lu Guanqiu, Präsident der Wanxiang-Group, Vermögen 4,4 Mrd USD (ihn werden wir weiter etwas betrachten als faszinierendes Beispiel der unglaublichen Vernetzung in der zukünftigen Welt). Aber jetzt nur einige Zahlen zu den Haves: 189 offiziell bekannte Milliardäre in China und  ca. 400 unerkannte Milliardäre in China, in US-Dollar gerechnet.

Nun zu Lu Giangiu und seine Wanxiang-Gruppe, Mitglied im Volkskongress und Besitzer des größten Autozulieferers in China. Im Bild (im Vortrag) der Screenshot der Website Wanxiang-Group China. Und dann die amerikanische Website: 5 US-Werke, und in dem sich wie durch Zauberhand in Verfall und Aufstieg aufteilenden Chicago das blitzsaubere Gebäude der ZentraleWanxiang-Group America, strahlend, symbolisch auch in der Nacht, da die Wanxiang-Gruppe auch LED-Leuchten für Fahrzeuge produziert.

Nun zu Lu Gianqiu persönlich. Hier erlebt man Globalisierung lebensnah und wundert sich über die Hochschätzung abstrakter ökonomischer Theorien, weil Lebenswege doch viel mehr aussagen. Lu Gianqiu Lebensweg: 1945 geboren in Yuhang, Hangzhou in der Provinz Zhejiang als Sohn eines Bauern – 1950 verläßt er die Schule, wird Schmied – 1969 gründet Lu mit sechs weiteren Bauern eine kleine Landmaschinen-Fabrik – 2006 startet Lu ein Joint-Venture mit der Stadt Hangzhou über den Betrieb von Elektrobussen. 2007 wird Lu mit 1,87 Milliarden US-Dollar als 33st reicher Mann auf Festland-China aufgeführt. Er ist schon lange Mitglied im Nationalen Volkskongress. – 2010 beschäftigt Lu (Sohn eines Bauern und mit fünfzehn Jahren Schmied) in seinen US-amerikanischen Werken 5.000 Menschen. 2011 zeichnet Lu ein Joint-Venture mit Ener1 (New York) über die Entwicklung von Elektroautos. Im Referat das Bild: Lu Gianqiu zeichnet Vertrag mit Ener1, Chinesen und Amerikaner strahlen bei der Unterzeichnung des Vertrages unter prachtvollen Kronleuchtern.

Auf den Spuren Ener1 geraten wir in eine förmlich magische Märchenwelt. Ener1 gehört zu einer Kooperation von Delphi, USA (Automobilzulieferung), Argonne National Laboratory ANL,  USA (staatliche Forschungsgruppe), Itochu, Japan (Lithium-Komponenten-vertrieb in Asien), Kyushu Electric Power, Japan (Kraftwerk-Industrie), EnerDel (South Korea). Das ist schon was.

Aber es geht weiter, wenn wir den „Link“ (Globalisierung ist wahrhaft eine riesige Linkliste) von Ener1 zu Argonne National Laboratory ANL, USA verfolgen und den Ener1- Kooperationspartner Lu Giangiu, Wanxiang-Guppe miteinbeziehen, sehen wir schließlich das dynamischste aller Geflechte: Argonne NL, benannt von den USA nach einem Schlachtgebiet in Frankreich im Zweiten Weltrieg, an der Entwicklung der US-Atombombe beteiligt und noch heute dem amerikanischen Energieministerium unterstellt, beschäftigt auf einem riesigen Gelände 3500 Wissenschaftler, hat drei Nobelpreisträger hervorgebracht (Enrico Fermi 1938, Maria Goeppert Mayer 1963, Alexander Alexei A. Abrikosov, 2003). Über Ener1 kommt Wanxiang, gegründet von Bauernsohn Lu Gianqiu, letztlich in den Genuss von Ergebnissen der Spitzen-Forschung des US-Staates. Die zweite Kraftquelle der internationalen Wirtschaft gegenüber z.B. europäischen Staaten, die eifersüchtig an nationalen Grenzen festhalten, wird deutlich die internationale Zusammenarbeit. Und auch der doppelte weltumspannende Blick der USA: Wie ein gewaltiger Leuchtturm über den Atlantik zu uns und zugleich über den Pazifik nach China blickend. Solche gigantischen Schritte haben nur eins zur Folge: Wirtschaftlich Konzentration. Kraft/Einfluss der Mächtigen in der Globalisierung steigen.

Es kommt damit zu fundamentalen Asymmetrien in der Postglobalität: Assymmetrie Großökonomie zu Kleinfirmen; Groß-Company zu Einzelkonsumenten; Groß-Company zu Klein-/Mittel-Staaten, die eine letzte Symmetrie Groß-Company zu Großstaat noch nicht aufhebt, wobei beide obendrein noch zusammenarbeiten! Aber die Kleinfirmen, die sich anpassen, können trotzdem in dieser Dinosaurier-Welt überleben!

Bestimmte Asymmetrien-Beispiele müssen uns dennoch zum Nachdenken bewegen: Großfirma lobt die Soziale Marktwirtschaft – und Großfirma macht beste Geschäfte in China. Baut kleine Autos für Deutschland. Baut große Autos für China. Baut Windkraftwerke in Deutschland. Baut Atomkraftwerke in USA/China. Verfügt über riesiges Marketing-Potential. Gentechnik-Saat-Hersteller Monsanto versus Indische Bauern. 1000-mal stärker als Einzelkonsument(in). Auch wenn wir das nicht gerne hören.

Ist Internationalität also gut oder schlecht? Internationale Kooperation ist auf jeden Fall produktiv. Auf ihre Art realisieren die Internationalen das Prinzip der „Einen Welt“. Moderner Manager als „Kosmopolit“,  English-speeking Nomade-/Wanderarbeiter/in, neue internationale Eliten, heißen hier die Stichworte. Problem ist doch die Angemessenheit der Reaktionen der politischen Welt auf die neue „Eine ökonomische Welt“.

Ein anderer Lebensweg. Es gibt nicht nur Ackermann: Anna P. Botin, die neue Chefin von Santander-London und vielleicht später, wenn sie ihre „Probezeit“ gut meistert und City of London begeistern wird, die neue Chefin von ganz Santander, der größten Bank Europas. Dann wird sie ihren Vater, den Gründer der Bank beerben. Aus dem globalen Lebensweg: „Botin was educated by nuns at Slaves of the Sacred Heart, a school close to her family home in the Spanish port city of Santander, and also in Switzerland and the U.K. She excelled at golf, becoming Spanish junior champion in 1973 and 1974 with a handicap of six. A 1981 economics graduate of Bryn Mawr College in Pennsylvania, she speaks five languages.“

Internationalität ist auch kreativ. Internationalität = Exportstärke. = Arbeitsplätze + Rente + Sozialsystem. Nur zwei Beispiele: Dr. Oetker (nicht so publikumwirksam, jeder kennt Nestlé, Aldi in Europa.)  Dyson, Großbritannien.

Beispiel 1: Dr. Oetker, Deutschland-Welt. 1891 entwickelt der Apotheker Dr. August  Oetker das Backmittel „Backin“, mit dem jeder Kuchen gelingt. 1908 Produktion in Wien, 1919 nach einem fürchterlichen Krieg, der die alte Ordnung in Europa zertrümmerte und nach dem viele von Rache träumten, Filiale, d.h. Produktionsbetrieb in Frankreich unter Marke ANCEL! Danach Holland, Belgien, Luxemburg, Dänemark, Norwegen, Italien, Schweiz;  2007 wird Ancel in Frankreich Dr. Oetker. Internationale Expansion nach Kanada etc. (im Vortrag die identischen Logos der Marke in Frankreich bereits vor dem Zweiten Weltkrieg).

Oder das Beispiel Dyson, Großbritannien. Vermarktet über das Internet und hat alle Möglichkeiten internationaler Vertriebswege. Mit phantastischen, innovativen Produkten. Zum Beispiel ein Ventilator ohne Rotorblätter.

Welt morgen: Hybrid. Die These: Die Welt von morgen wird beherrscht werden von einer hybriden Machtstruktur von zwei politischen Großmächten, den USA und China, einer neuen und einer alten Großmacht, einerseits und andererseits von einem Oligopol von Großunternehmen, die sich mit den staatlichen Strukturen fest vernetzen und daher auch hybrid werden -sowohl ökonomisch wie politisch relevant sein werden.

Welt morgen: Neues Altes China. Schauen wir uns das unglaubliche Bild eines Kaiserliches Schatzschiffs von über 130 Metern Länge und die Nußschale der Santa Maria von Kolumbus im Vergleich an, die beide fast zur gleichen Zeit auf den Meeren unterwegs waren. China war schon weit in der Welt vor uns. China war vor uns schon ein Großreich. Das größte Landbauwerk der Welt ist chinesisch. China hat die von vielen anderen erträumten und pompös formulierte und proklamierte „Reichschaffung“ tatsächlich vollbracht.

Welt morgen: Uneinnehmbar und offen. Das Netz ist aber nicht im klassischen Sinne kartellartig, sondern sogar offen für z.B. neue Staaten wie Brasilien oder Indien oder für neue Unternehmen, die nur leistungsfähig genug sein müssen, in das System einzudringen. Auch offen für neue Ideen: Microsoft, Google, Facebook… Google-Gründer und Milliardäre: die jungen Burschen Larry Page und Surgey Brin, zu denen später Eric Schmidt hinzustieß. Aus der Universität Stanford, wir sahen vorher die Rolle der US-Universitäten.

Welt morgen: Versorgt sich mit Treibstoff. Antrieb ist ein ständiger Strom von Wissen aus den großen privaten und staatlichen Forschungslaboren der Großmächte, künstlich produziertes Geld aus den Zentralbanken und Staatsschulden und Energie aus immer größeren Tiefen und leider mit immer wachsender Risikostruktur. Geldsystem: Geld war früher mal ein Wert an sich – wie Gold oder Silber. Heute in der postglobalen Welt gilt die Gleichung: Menschenstimme und Menschenwille = Geld. Also sprach der IWF: „Hier, das soll Geld sein!“ So vermehren oder vermindern die Institutionen (nicht mehr wie früher die Bergwerke) das Fluidum im Kreislauf, das als finanzielles Gegenstück zur tatsächlichen Arbeit der realen Welt fließt. Weltweit sind monetäre Ungleichgewichte die Treiber der nötigen, monetären/Kredit-Expansion. Der Klassiker in diesem Spiel die Schulden des Staates, allen voran der USA. Die US-Treasuries zirkulieren auch über den Globus – aber nur noch virtuell: Von dem US-Schatzamt auf das Konto der Federal Reserve Bank New Work und über die Versteigerungen und die anschließenden Tatstatureingaben oder Computerprogramme auf die in New York gehaltenen Konten der chinesischen Zentralbank, deren Mitarbeiter in China sie auf ihren Bildschirmen vor Augen haben. Und mit diesem Sytem zündeten sie alle den Export von chinesischen Waren und das US-Handelsbilanzdefizit.

Welt morgen: Ideelle Konzeptionen. Aus den Universitäten strömen zugleich die ideellen Grundlagen des Systems wie die Massenwohlstandsideen als Motor für den privaten Konsum, ökonomische Theorien, die Zentralbanker übernehmen, soziologische Theorien über die sog. Gesellschaft, die wir gerne hören. Aber gibt es eine Weltgesellschaft? Eine Überflußgesellschaft usw.?  Welt morgen – ist ihr wahrer Motor verborgen oder erkennbar? Die Tiefen des Systems sind möglicherweise machtvolle kulturelle Strömungen, die heute die Religionen abgelöst haben und letztlich um große (westliche) Ziele der Menschheit wie Wohlstand, Freiheit, Demokratie etc. kreisen. Dabei stellt sich die Frage, wieweit die Menschen sich mit diesen Themen auseinandersetzen oder nur in den Tag leben und von denjenigen beherrscht werden, die diese Fragen kennen und ihre lange historische Erfahrung damit haben.

Die Verantwortung aller. Die geschichtliche Erfahrung zeigt uns mahnend, dass Systeme sehr lange Zeit brauchen, um sich zu ihrer prachtvollen Größe aufzubauen und doch in kürzester Zeit instabil werden können. In der Postglobalität tragen alle Verantwortung. Diejenigen, die ökonomisch handeln. Diejenigen, die politisch handeln. Diejenigen, die sprechen. Mögen sie das Richtige bei ihren Taten und Worten finden. (Anschließend Diskussion).

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