Ökonomisches Café der VHS am 7. Juni 2011

(Kurzprotokoll wie üblich ohne volle Benennung der Namen der TeilnehmerInnen und im Telegramm-Stil). Unsere neue und willkommen geheißene Teilnehmerin aus Japan Su interessiert sich für das allgegenwärtige Thema Ehec.  Ul hält sich bei Gemüse derzeit zurück, Ha nicht und „futtert“ weiter wie üblich. Jü kritisiert das Wegtauchen der Verantwortlichen. Di (ebenfalls neu in der Runde und später sehr progressiv) verweist im Zusammenhang mit der Problematik des ersten Verdachtes, der nicht unbedingt auf die richtige Spur führen müsse, auf das legitime Informationsrecht der Öffentlichkeit . Das generelle Thema der Reaktion der Öffentlicheit auf  mediale Schwerpunkte wie Ehec wird von zwei Seiten diskutiert. Da wird sofort reagiert – spontane Kaufzurückhaltung bei Gemüse, da wird überhaupt nicht reagiert- E10-Kraftstoff wird nicht angenommen, wie die Runde feststellt. Ha schweift etwas ab (zieht den Bogen von Ehec und E10) und stellt das spontan-wellenartige Verhalten der Masse in Frage, die sich auf ein Thema focussiert wie bei Kernenergie (Deutschland schaltet ab, Frankreich forciert) und andere ähnlich gelagerte z.B. der Nanotechnologie und ihrer Gefahren ignoriert. Jü bricht in diesem Zusammenhang eine überraschend überzeugende Lanze für die Energiewende Deutschlands und hebt damit gerade die positive Seite einer dezidierten Reaktion überhaupt hervor. Womit die Diskussion im Wesen deutlich macht, dass ein sich veränderndes System ja irgendwo anfangen sollte – auch wenn andere Thematiken erst einmal liegen bleiben (praktische politische und ökonomische Handlungsfrage). Die Frage der Planungssicherheit taucht auf und wird im Kreis erneut dialektisch in der Spanung von neuer Erkenntnis und Bestandsicherheit öffentlicher Genehmigungen diskutiert. Und das alles in der Sprache, die jeder versteht. Ha meint, dass die Solarenergie nicht unbedingt so viele Arbeitsplätze schafft wie immer postuliert, Jü hält gegen und verweist auf konkrete Zahlen und den hohen Anteil der Solarinvestitionen im Handwerk der Dachdeckerzunft. Ökonomisches Ping-Pong vom Feinsten. Wobei Ul den Fall der natürlichen radioaktiven Kohle wiederum anwendet, um die Gefahr überzogener Maßnahmen im Falle von an sich kleinsten Risiken zu veranschaulichen. Und Di die individuelle Innovation und Phantasie bei Suche und Entdeckung neuer Lösungen hervorhebt. Staat/Politik oder Markt in der Frage der Steuerung Deutschland in die Zukunft, Staat/Politik als immer gierige Institution und fortwährender Griff in die Taschen der Bürger oder als unentbehrlicher  Anbieter von wertvollen öffentlichen Leistungen aller Art von Theater bis hin zu Kindergärten – auch hier Argument und Gegenargument, kein Wunder, dass das Ökonomische Café bei seiner letzten Runde zeitlich wieder maßlos überzog.

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