Schuldenkrise: Welt-Perspektive Kalenderwoche 47.

Kurzes ABC: Südstaaten: Weiter verschärfendes Finanzierungsproblem. Südeuropa: Banken von dort werben um deutsche Sparergelder – mit der Folge günstiger Konditionen für deutsche Sparer mit allerdings steigendem Risiko. Spanien:Das Land probiert es mit den Konservativen, die mit Reformen zur Flexibilisierung der Wirtschaft werben. Luxemburg-Brüssel: Der Eurobond kommt wieder, die EU plant eine Wunderwaffe. Ost-Europa: Nach Nokia (Rumänien) ziehen jetzt die Banken ab, Liquidiätskrise bahnt sich dort an. Deutschland: Steht wirtschaftlich bestens da und kann seine enormen Schulden weiterhin günstig finanzieren. Erlahmender Reformwille? Die lebendige wirtschaftliche Welt korrespondiert nicht mit einer gleichermaßen wirtschaftsfreundlichen öffentlichen Meinung. Absolute Hängepartie bei dem großen Reformprojekt Energiewende. Österreich: Ebenfalls zwischen hervorragender Wirtschaft und sich selbst versorgendem Staat. Frankreich: Im Dilemma den ungeliebten Sarkozy bald wieder wählen zu müssen oder das Bündnis Sozialisten-Grüne, die die französischen Atommeiler abschalten wollen (Grüne ja, Sozialisten ja aber langsam). Vielleicht wird man früher Gute Nacht sagen müssen, in Frankreich und vielleicht auch in Deutschland. Norwegen: Weiterhin den Öl-Gas-Vorrat entdeckend und leerend. Finland, Schweden, Holland: Überschaubare Volkswirtschaften, wo viel praktischer gedacht wird als bei uns, Vorbereitung für die nächste Flut oder den nächsten Winter. Daher uns eine Nasenlänge voraus. USA: Der 23. November (Erntedankfest) naht – und das „Bipartisan Committee“ von Republikanern und Demokraten zur Unterbreitung von Plänen zur Schuldenreduktion wird sich nach letzten Meldungen nicht einigen können. Crashgefahr. Asien: Turbulenzen möglich, aber wenn die asiatische Globalisierungswelle schon Teile von Billig-Osteuropa wirtschaftlich gekappt hat, kann man sich die Vehemenz der dortigen Entwicklung gut vorstellen. Auch wenn es zwischendurch heftig kracht. Japan: Fukushima lastet, aber in Japan gibt es jeden Tag Probleme. Argentinien: Im Sozialrausch, die nächste Krise droht, es sei denn es werden weitere Ölfelder entdeckt. Chile: Fleiß wird belohnt, chilenischer Wein ist überall – bei uns und in Chinas Regalen, genauso wie Spargel aus Südamerika, der drei Mal pro Jahr geerntet wird und weltweit vermarktet wird. (dwoec-2011-11-21)

P.S. Statistik ist die Kunst, die passenden Daten zu finden: Handelsblatt lobt die Schuldenünder. http://www.handelsblatt.com/politik/international/wie-musterlaender-ihre-schulden-tilgten/4652444.html#image

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